Blogpost

„Es schlummern ein wenig Tika und Finn in mir.“

Didier Quoistiaux war bereits viele Jahre in der Welt der Malerei und Zeichnung zu Hause, als Yumi Yay, der Arbeitgeber seiner Frau, mit der Bitte an ihn heran trat, ein Kinderbuch zu illustrieren. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, denn Erfahrung mit einem Kinderbuch hatte er nicht. Dennoch erweckte er die vier bunten Yumi Yay-Freunde auf großartige Weise zum Leben.

- Wie lange zeichnen Sie schon?
Ich zeichne schon, seit ich klein war. Im Alter von 7 Jahren gewann ich meinen ersten Zeichenwettbewerb. Die Aufgabe bestand darin, für eine damals bekannte Zeitung eine Zeichnung zum Thema „London“ anzufertigen. Ich gewann den ersten Preis und durfte meine Mutter mit auf eine Reise nach London nehmen.

Ich wurde von meinen Eltern immer ermutigt, meine Kreativität zu entwickeln. Die verschiedenen Menschen, Freunde, die ich im Laufe der Jahre kennen gelernt habe, haben mich immer angeregt und mir verschiedene Entwicklungstechniken beigebracht. Ich denke vor allem an Laurent, meinen Grafikpartner, und meine Frau Joëlle, die mich täglich ermutigt.

Wie haben Sie Ihre Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt?
Ich war immer ein Allrounder, ein Tausendsassa. Ich liebe es, mit Techniken zu experimentieren, und erschaffe gerne schöne, persönliche (personalisierte) Kreationen. Es gab sowohl kleine als auch große Entwürfe, aber meine erste große Begegnung mit der Malerei hatte ich etwa im Alter von 18 Jahren, als ich durch einen Klassenkameraden die Welt des Graffiti kennenlernte.

Wie arbeiten Sie? Immer ‚analog‘ auf Papier, oder zeichnen Sie auch auf dem iPad?
Ich zeichne hauptsächlich auf Papier, aber während meines Studiums habe ich mich auch mit virtuellen Zeichentechniken vertraut gemacht. Ich bin nämlich Architekt von Beruf. Ursprünglich entschied ich mich für dieses Studium wegen der Kombination aus der Entwicklung verschiedener Techniken und der Weiterentwicklung meiner Kreativität. Das war für mich sehr wichtig.

Was gefällt Ihnen am Zeichnen so gut?
Ich denke, das Zeichnen von Figuren und Karikaturen ist wirklich einzigartig. In diesem Stil fühle ich mich am meisten zu Hause. Ich bin auch ein großer Fan von Comics und Illustrationen im Allgemeinen, aber normalerweise zeichne ich erst auf Papier und dann auf eine Wand.

Was dachten Sie, als Yumi Yay Sie bat, Bücher zu illustrieren?
Ich war etwas überrascht. Vor allem, weil ich aus meiner Komfortzone heraustreten musste; ich hatte noch nie ein Buch illustriert. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Ich schätze Kinderbücher wirklich sehr, auch wegen meiner eigenen Kinder Lucile und Amaury.

Wer ist Ihr liebster Yumi Yay-Freund? Und warum?
Ich finde, Otti ist etwas Besonderes. Er ist wirklich ein herzerwärmender Elefant. Er ist groß und stark, aber hinter der Fassade verbirgt sich ein kleiner, sensibler und emotionaler Elefant, ... wie viele Kinder und auch einige Erwachsene eigentlich.

Welche Figur war am schwersten zu zeichnen? Und welche am einfachsten?
Grafisch gesehen war Tika die am komplexesten zu zeichnende Figur, aber insgesamt ist Yumi Yay nicht wirklich auf der Suche nach einem komplexen grafischen Aspekt. Es geht darum, Gefühle schnell und instinktiv an Kinder weiterzugeben, die die Bücher lesen, kombiniert mit einfachen Emotionen in einer bunten Hülle.

- Was ist Ihre Lieblingsgeschichte?
Ich finde Tikas Geschichte sehr lustig, weil ich selbst gerne Scherze mache, vor allem mit meinen Kindern (und übrigens auch umgekehrt). Es ist wahrscheinlich die Figur, deren Geschichte mir am meisten ähnelt, obwohl ich auch ziemlich gut im Rennsport bin, wie Finn!

Was war am schwierigsten zu zeichnen?
Vielleicht die Zeichnung des Baumhauses in Otti's Geschichte. Aber am Ende bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Besonders in Kombination mit den schönen Frühlingsfarben.

Welche Zeichnung gefällt Ihnen am besten?
Ich liebe Otti's Winterzeichnungen. Dies lässt sich wahrscheinlich durch meine Leidenschaft für den Skisport und die weiten Schneelandschaften erklären. Mir gefällt auch die Szene mit dem großen Sprung in Billys Geschichte ... Aber das ist alles, was ich sage, denn ich will das Ende nicht verderben!

- Was halten Ihre Kinder von den Büchern?
Meine Tochter liebt den Elefanten Otti, mein Sohn hingegen mag die Geschichte von Billy  am liebsten. Lucile lernt gerade lesen, und dies ist eine ideale Leseübung. Sie liebt es, die Geschichten zu lesen, und das ist wirklich schön zu sehen. Amaury liebt die Suche nach den kleinen Figuren.

Wovon träumen Sie im Rahmen Ihrer Illustrationskarriere noch?
In der Tat wird dies nicht mein letztes Grafikabenteuer sein. Übrigens denke ich bereits darüber nach, eventuell ein weiteres Kinderbuch zu entwickeln... Und wer weiß? Vielleicht wird sich der Freundeskreis von Yumi Yay erweitern und neue Bücher werden hinzukommen? Auf jeden Fall liebe ich die Nachtlichter  und ich finde den Wechsel der Figuren wirklich kreativ und lustig. Lang lebe die Welt von Yumi Yay!

 

Newsletter

... mit interessantem und relevantem Content für junge Eltern (und wir spammen nie, versprochen.)

Wenn du einen Antrag verschickst, stimmst du unseren Datenschutzbestimmungenzu. Keine Sorge, wir legen großen Wert auf deine Privatsphäre und den Schutz deiner persönlichen Daten.